24.04.2008

News aus New Mexico

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"Neues" auf der Homepage. Die Bilder stammen zwar schon vom Herbst 2007, aber da ich mit der Pflege der Homepage etwas schludrig geworden bin habe ich sie erst jetzt eingestellt.In der Bildergalerie gibt es Bilder von einer Wanderung durch den "Dog-Canyon" bei Alamogordo.

Es wäre klasse, wenn ihr euch in das Gästebuch (Guestbook) eintragen könnt. Für Kritik und Anregungen bin ich immer offen !!! Beachtet dabei, dass ihr vor dem Absenden des Gästebucheintrages den Code eingeben müsst, der euch auf der Gästebuchseite gezeigt wird (Gross - und Kleinschreibung beachten - gebe zu, ist manchmal schwer zu erkennen).

 

 

 

Reisebericht Florida 2007

 

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St. Augustine

Florida 2007

Meine diesjährige Tour durch die USA hat mich in den Bundesstaat Florida geführt. Eigentlich wollte ich zunächst mit dem eigenen Auto von New Mexico aus anreisen und dabei einige andere Bundesstaaten durchqueren, da aber Marita, meine Reisebegleitung unmittelbar von Deutschland an meinem ersten Urlaubstag angereist ist, wäre das wegen der Distanz unmöglich gewesen. So entschied auch ich mich am 04.Mai nach Orlando zu fliegen und dort ein Mietauto zu nehmen. Für Marita begann die Reise recht spannend, weil man sie aus Deutschland nicht ausreisen lassen wollte, da sie keine Adresse in Florida angeben konnte, wohin ihr Flug sie jedoch führte. Meine Adresse in New Mexico, die ich ihr für die Einreisepapiere zur Verfügung gestellt hatte, wurde dabei nicht akzeptiert, weil ihr Flug in Florida endete und man offensichtlich nicht glauben wollte, dass sie es in einem Tag bis nach New Mexico schaffen wird. Da sind die amerikanischen Einwanderungsbehörden offenbar sehr streng weil man wissen möchte, wo sich Besucher die erste Nacht in den Staaten aufhalten werden

 

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Ocala National Forest - Nähe Daytona Beach

Da ich für meine Touren in der Regel keine Hotels vorbuche, um flexibel zu bleiben, blieb mir nach dem Anruf von Marita mitten in der Nacht nichts weiter übrig, als in einer Hauruckaktion (10 Minuten) schnell ein Hotel in Florida zu buchen, damit sie eine Adresse angeben konnte und ihre Einreise somit gesichert war. Trotz aller Aufregung hat am Ende dann doch alles geklappt und wir konnten uns am Flughafen in Orlando herzlich begrüßen.

Durch die Nacht - und Nebelaktion der Hotelbucherei war unser erstes Ziel bereits vorgegeben. - Daytona Beach. Rennfans sollten Daytona Beach durch den Daytona International Speedway kennen, auf dem u.a. NASCAR Rennen stattfinden.

Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass der Strand in Daytona Beach mit Fahrzeugen befahren werden darf. Na ja, das muss man mögen. Ich persönlich liege ja nicht gerne am Strand um an Abgasen zu schnuppern. Wenn das Problem mit der Greencard nicht wäre, könnte man sich dort mit einer auf Ölwechsel spezialisierten Firma selbständig machen. Der große Vorteil ist jedoch, dass man nicht wie an Floridas Ständen verbreitet, verzweifelt einen Parkplatz finden oder viel Geld dafür bezahlen muss.

 

 

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Rocket Garden

Unsere nächste Etappe führte uns an einen Ort meiner Kindheitsträume. Als kleiner Junge bekam ich von meinen Eltern ein Heft eines Sammelwerkes mit dem Titel „Wie geht das" geschenkt, auf dessen Cover der Start einer Saturn V Rakete in Cape Canaveral abgebildet war. Seither war mein Interesse für die Luft- und Raumfahrt geweckt. Ein Besuch von Cape Canaveral und dem Kennedy Space Center wurde als Kind jedoch schnell zu einem unerfüllbar scheinenden Traum. Meine Kindheitsträume lebten jedoch wieder auf, als ich mir diesen Wunsch nun am Ende mit 33 Jahren doch noch erfüllen konnte. Begeistert wie ein kleiner Bub staunte ich über das Dargebotene und war für einen kurzen Moment so glücklich wie schon lange nicht mehr.

Das Kennedy Space Center verfügt über ein ganz ausgezeichnetes Visitor Center mit interessanten Ausstellungen. Natürlich gehört der Rocket Garden, in dem viele unterschiedliche Raketen vergangener Tage zu sehen sind zum Pflicht-Programm, an dem man ja schon fast nicht vorbei kann.

 

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Assembly Building

Auch einen Besuch im IMAX - Kino sollte man sich nicht entgehen lassen, in dem derzeit zwei weltrauspezifische 3 D Filme gezeigt werden. Ganz besonders allerdings empfehle ich eine der angebotenen Bustouren, um dem Herzstück des Kennedy Space Centers oder Cape Canaveral näher zu kommen. Je nach Interessen werden unterschiedliche Touren angeboten. Auf eigene Faust kann man übrigens nicht hinter die Kulissen schauen.

Wir haben uns für eine Tour entschieden, die uns unter anderem zu den Abschussrampen der Space Shuttle Missionen geführt hat, sowie zum Assembly Building in dem das Space Shuttle mit der Trägerrakte und den beiden Feststoffraketen verbunden wird bevor es dann mit den so genannten „Crawlern" im Schneckentempo zur Startrampe gebracht wird.

Alleine die Startrampen zu sehen, ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen bei der Vorstellung welch unglaubliche Energie bei dem Start eines Shuttles freigesetzt wird. Schnell ist ein neuer Traum entstanden und zwar der, eines Tages den Start einer Shuttle Mission oder einer Rakete life mitzuerleben.

 

 

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Universal Studios Florida

Vom Kennedy Space Center führte unser Weg an den Ort an dem unsere Reise begann - Orlando. Glücklicherweise teilt Marita meine Begeisterung für Freizeitparks und davon hat Orlando bekanntlicherweise nicht zu knapp.

Unser erster Park sollten die Universal Film Studios sein. Da die Universal Studios zweigeteilt sind, kann man sich entscheiden, ob man entweder in die Universal Studios oder zu Island of Adventure gehen will. Man kann natürlich auch beide Parks miteinander verbinden, was Marita und ich gerne gemacht haben. Es ist kaum möglich hier alle Attraktionen aufzuzählen, aber beide Parks haben uns mit ihrem Abwechslungsreichtum schier begeistert. Man kann dort alles erleben, von wilden Achterbahnen über Kinderspielparadiese, Filmspezialeffekte, die man im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben kann, wie zum Beispiel ein Erdbeben oder einen Wirbelsturm

 

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Universal Studios Florida

Es gibt 3-D und 4-D Kinos, bei denen man entweder in reißende Action verwickelt wird oder sich wegen der Komik förmlich wegschmeißen kann. In einem dieser Kinos konnte sich Marita förmlich nicht mehr beruhigen vor Lachen und ich war schon kurz davor den Arzt zu holen, weil mir ihr Verhalten doch etwas seltsam vorkam und ich schon von geistiger Manipulation durch den Film ausgegangen bin. Alles in allem war dies ein gelungener Tag. Was ich allerdings sehr schnell erkennen musste war, dass wir unglaubliches Glück hatten, dass die Saison noch nicht wirklich begonnen hatte. Unsere Wartezeiten waren bis auf wenige Ausnahmen erträglich. Wenn man aber sieht, für wie viele Personen die Wartebereiche ausgelegt sind, kann einem Angst und Bange werden, sollte man diese Parks während der Hauptsaison besuchen müssen. Wir hatten an den Hauptattraktionen schon bis zu 45 Minuten Wartezeit. Die Wartebereiche sind aber mindestens für das 3-fache ausgelegt.

 

 

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Disney World - Magic Kingdom

Die nächsten beiden Tage führten uns nach Disneyworld. Am ersten Tag besuchten wir Magic Kingdom mit dem Cinderella - Schloss. Auch hier glaubt man zu Träumen, wenn man Bilder davon im Fernsehen gesehen hat und plötzlich steht man selbst davor. Magic Kingdom schafft es wirklich einen zu verzaubern und man fühlt sich in den einzelnen Themenbereichen schnell in eine andere, heilere Welt versetzt. War man eben noch im wilden Westen, ist man mit einem Sprung im Mittelalter oder in einem schaurigen Geisterhaus. Die Karibik mit Captain Jack Sparrow ist ebenso präsent wie Donald, Goofy Mickey Maus.

 

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Disney World - Magic Kingdom 

Dieser Park ist wirklich etwas für jung und alt und bietet ebenso wilde Attraktionen, wie auch die Universal Studios. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis diese Parks zu erleben und gerade weil es so unbeschreiblich und eindrucksvoll und besser als alles was ich an Freizeitparks je erlebt habe ist, sollte man diese Erfahrung selbst machen. Selbst Freizeitparkmuffels, so bin ich überzeugt, können sich allein schon wegen der unterschiedlichen Welten dort auch wohl fühlen.

 

 

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Disney World - Epcot

Tag 2 führte uns dann nach Epcot, einem weiteren Disneypark, der sich völlig anders darstellt. Hier steht die Technik im Vordergrund und spricht sicherlich auch ein anderes Publikum an. Es gibt zwar auch hier etwas für Kinder zu erleben, aber man hat schon eher den Eindruck, als würde dieser Park auch eher ältere Kinder und Erwachsene ansprechen. Ein völlig neues Erlebnis. Besonders hervorzuheben (neben den auch hier total verrückten Fahrgeschäften) ist die Weltausstellung, in der sich verschiedene Nationen vorstellen. Auch Deutschland ist darunter und Marita zerrte mich zur Mittagszeit dann auch in den bayerischen Biergarten. Die deutsche Bedienung dort wird uns wahrscheinlich für bescheuert gehalten haben, dass wir als Deutsche ausgerechnet in Epcot in einen Biergarten gehe

 

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Disney World - Epcot

Da ich aber zu diesem Zeitpunkt fast ein Jahr lang nicht mehr in Deutschland war, habe ich das Essen dort aber wirklich sehr genossen. Heimische Gefühle machten sich schnell breit, bei Sauerbraten, Bratwurst, Rotkohl und deutschem Bier.

Sagenhaft ist auch „Illuminations", eine Darbietung aus Lichteffekten und Feuerwerk, die auf ein friedliches Miteinander verschiedener Nationen abzielt. Durchaus geeignet sentimentale Gefühle in einem zu erwecken, wenn man doch die nackte Realität kriegerischer Auseinandersetzungen heute sieht.

 

 

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Bei Palm Beach

Drei Tage Freizeitparks sollten erst einmal genug sein und so brachen wir am nächsten Tag Richtung Atlantikküste auf. Ziel war Palm Beach, der Ort der Reichen und Schönen. In Palm Beach begrüßten uns palmenbestandene Straßenzüge, Prachtvillen, gepflegte Vorgärten mit zum Teil skurriler Bepflanzung und natürlich Traumyachten im Hafenbereich. Da Palm Beach quasi den Reichen und Schönen gehört, findet man dort am Küstenstreifen entlang der  Strände so gut wie kein Hotel, aber leider auch kaum Parkmöglichkeiten, um an den Strand zu gelangen. Dadurch wirkt der Ort aber auch sehr vornehm und ruhig. Übernachtet haben wir dann etwas nördlicher in Juno, wo es aber auch keine Bettenburgen gab, wie man dies aus europäischen Urlaubsmetropolen kennt. Hier konnten wir zum ersten Mal Kontakt zum Meer bekommen, das selbst Anfang Mai schon ansprechend warm war. Der Strand war relativ einsam, jedoch muss ich schon an dieser Stelle sagen, dass mir die Strände an der Golfküste (also auf der gegenüberliegenden Seite Floridas insgesamt besser gefallen haben). Das Wasser war natürlich herrlich und es war ein tolles Erlebnis, als ein Pelikan in nur knapp einem Meter Entfernung an mir vorbei in einer Höhe über das Wasser segelte, so dass er gerade die Wasseroberfläche nicht berührte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich zum ersten Mal einen Pelikan in freier Wildbahn und dazu noch so nahe gesehen und dachte, dass dies ein einmaliges Erlebnis war, doch Pelikane sollte ich noch genug sehen.

 

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Miami Beach - Art Deco District

Von dort aus ging es nach Miami Beach. Eigentlich wollte ich mich dort nicht allzu lange aufhalten, da Miami und Miami Beach eher ein Moloch und Schmelztiegel ist, in dem es für meinen Geschmack etwas zu hektisch zugeht. Da aber Marita unbedingt Danny Crocket von Miami Vice die Hand schütteln wollte (nicht schlagen Marita, bitte :o) ) , mussten wir uns ein paar Tage dort aufhalten. Danny kam aber leider nicht. Unterkünfte und Essen an der Strandzeile sind in Miami Beach aus meiner Sicht unverhältnismäßig teuer. Da auch Parkplätze knapp sind, verdienen sich die Hotels mit ihren aufgezwungenen Valet-Parking noch schlappe $ 20.- täglich dazu. Dennoch hat Miami Beach natürlich seine Reize. Der Art Deco District, bekannt aus vielen Filmen, wie z.B. „Birdcage" hat einen sehr hohen Freizeitcharakter. Hier findet man „fancy" Bars, Nachtclubs, Diskotheken, verschiedene Restaurants und natürlich das übliche Strandleben. Auch hier halten sich natürlich die Reichen und Schönen auf.

 

 

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Miami Skyline

Eine Augenweide für Singles, sowohl für Männer als auch Frauen. Beine bis zum Hals und flacher Bauch bei vielen Frauen gehören hier ebenso zum Strandbild wie die berühmten Waschbrettbäuche bei den Männern. Auf den Straßen wechseln sich Lamborghinis mit Ferraris, Rolls Royce und Maseratis ab. Marita und ich haben uns eine Fischplatte für 2 gegönnt und haben das Restaurant mit einer Rechnung von schlappen $ 154.- verlassen.

Natürlich gibt es auch hier Mc Donalds für den Reisenden mit dem kleinen Geldbeutel, allerdings wird das so dann auch nichts mit dem Waschbrettbauch. Da es weder Marita noch ich stundenlang am Strand aushalten (erstens war es heiß und es herrschte eine hohe Luftfeuchtigkeit, wie dies für Florida üblich ist) blieben wir nicht nur am oder im Hotel, sondern machten auch ein paar Ausflüge. Unser erster Ausflug führte nach Key Biscane und an den dortigen Strand in einem „State Park". Hier stehen in Strandnähe, wenn auch nicht direkt am Strand, wenigstens ein paar Palmen und man bekommt schon eher ein wenig Karibik Feeling, wenngleich besonders am Wochenende diese Strände meist durch Exilkubaner stark bevölkert sind.

 

 

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Everglades - wildlebender Aligator

Viel interessanter, jedenfalls für mich, war der Ausflug am nächsten Tag in die Everglades. Die Everglades sind ein Naturrefugium, in dem viele Tierarten noch wild und ungestört leben können. Am beeindruckensten sind dabei natürlich die wild lebenden Alligatoren, die man besonders beim „Anhinga Trail" (Wanderweg) beobachten kann, der am Palm Visitor Center beginnt und einen in einem ca. 1,5 km langen Rundwanderweg über Holzstege über die Sumpflandschaft an vielen (frei lebenden !!!)  Panzerechsen vorbei führt. Nach 30 Alligatoren habe ich aufgehört zu zählen.

Nervig ist wegen der Sumpfgebiete das Insektenaufkommen dort. Stechmücken und Bremer gehören hier quasi zwangsläufig dazu. Ohne Insektenabwehrspray sollte man dieses Abenteuer nicht eingehen, es sei denn man möchte nachher aussehen, als hätte man die Masern. In den Everglades kann man auch Bootstouren unternehmen oder Kajaks mieten. Dem Abenteuergeist sind insofern kaum Grenzen gesteckt.

 

 

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Key West

Am Tag nach unserem Besuch der Everglades brachen wir zu den Florida Keys auf. Übernachtet haben wir auf Marathon, den man gerne als zentralen Key bezeichnen kann, da er fast ebenso weit entfernt von Key Largo im Norden wie auch von Key West im Süden liegt. In den Keys hat man definitiv Karibikfeeling und man hat jederzeit das Gefühl, dass ums Eck der nächste Pirat wartet, um einen für die nächste Plünderfahrt anzuheuern. Besonders auf Key West und seinen nostalgischen Häuschen spürt man die relaxte Lebensart der dortigen Einwohner. Key West ist zwar ziemlich touristisch, was man an den vielen Souvenir - und T-Shirt Läden sehr schnell merkt, aber es ist dort alles andere als hektisch und auch nicht schicki-micki, wie in Miami Beach. Marita und ich haben uns hier sehr schnell wohl gefühlt und Key West als ein Highlight unserer Reise kennen gelernt. Auch hier gab es für uns beide Fisch, aber schon zu viel zivileren Preisen. Auch auf den Keys steht dem Abenteuer nichts im Weg. Man kann hier Jetskis ebenso ausleihen wie Powerboote. Man kann von hier aus Touren zu Delphinbeobachtungen unternehmen, oder an Hochseeangeltouren und Schnorchelvergnügen teilnehmen. Hier findet jeder etwas für seinen Geschmack.

 

 

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Dolphin Research Center - Marathon

Marita wollte während Ihres Aufenthaltes noch mit Delphinen schwimmen. In freier Natur ist das in Florida zwar auch möglich, aber es ist unter Strafe verboten die Tiere dort anzufassen und zu bedrängen, was ich persönlich ganz hervorragend finde. Da Marita aber nicht so recht ein Freund von Schwimmen auf hoher See ist, da neben Delphinen ja auch Haie vorhanden sein könnten, haben wir beschlossen dieses Abenteuer in einem der vielen Delphinarien dort anzugehen. Unsere Wahl ist auf des Dolphin Research Center gefallen, weil dort Delphine in natürlicher Umgebung (in eingezäunten Meeresabschnitten) gehalten werden und sogar so, dass sie nach eigenem Gusto sogar über den wenige Zentimeter über die Wasseroberfläche ragenden Zaun springen könnten, wenn sie dies nur wollten. Allerdings bleiben die Delphine dort offensichtlich gerne freiwillig. Manche leben dort schon seit über 20 Jahren und gebären dort auch Junge. In diesem Dolphin Research Center werden Delphine auf ihr Verhalten hin untersucht und natürlich auch trainiert. Allerdings werden die Tiere nicht gezwungen, sondern man lässt ihnen die Freiheit nur das zu tun was sie wollen. Aus dem Dolphin Research Center sollen auch die Delphine der TV Serie „Flipper" stammen.

 

 

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Dolphin Research Center

Für Besucher wird dort ebenfalls ein reichhaltiges Programm angeboten. Es gibt die Möglichkeit Delphine anzufassen, mit ihnen zu schwimmen und vieles mehr.

Da mir $ 160.- für knapp 20 Sekunden mit einem Delphin zu schwimmen zu teuer war, habe ich darauf gerne verzichtet. Marita wollte es sich aber nicht nehmen lassen, wenigstens einem Delphin die Flosse zu schütteln. Insgesamt kommt man den Tieren dort sehr Nahe. Manche Delphine beobachten das Verhalten der Menschen dort genauso wie umgekehrt. Manche regen sich sogar lautstark auf, wenn man ihnen nicht genug Aufmerksamkeit schenkt. Interaktionen mit Delphinen in einer für sie ungezwungenen Atmosphäre mit jederzeitiger Rückzugsmöglichkeit ist es, was mich am Dolphin Research Center sehr begeistert hat. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

An der Tiki Bar unseres Hotels haben Marita und ich mit einem ehemaligen Delphin Trainer Bekanntschaft gemacht, der auch in Deutschland für den Heide Park Soltau Delphine trainiert hat. Von diesem Geschäft hat er sich jedoch zurückgezogen und veranstaltet nunmehr ein eigenes Piratenprogramm. Zu unserer Begeisterung erschien Chuck am nächsten Abend dann auch in voller Montur als Piratenkapitän. Ein Erlebnis, das zu den weiteren Highlights dieser Reise gehörte, da mir Bekanntschaften mit Einheimischen sehr viel Freude bereiten und wir durch seinen Piratenauftritt sehr viel Spaß hatten.

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kleinstes offizielles Postamt der USA

Nachdem wir die Florida Keys wieder verlassen hatten, führte unser Weg erneut in die Everglades. Dieses Mal jedoch nicht in den Nationalpark sondern einfach quer durch die dortige Sumpflandschaft. Einem nicht näher genannten Reiseführer folgend, wollten wir uns einen absoluten Geheimtipp dort ansehen, der uns zunächst einmal von den Hauptstrassen ab und über eine Schotterpiste mit tausenden von Schlaglöchern in das Herzen der Everglades führte. Nachdem wir auch nach 30 Minuten diesen „Geheimtipp" immer noch nicht erreicht hatten und wir uns urplötzlich inmitten der menschenleeren Wildnis wieder gefunden haben, kam ich langsam ins Grübeln. Als dann auch noch ein kleiner Alligator unseren Weg kreuzte konnte man schon langsam nervös werden, denn da wo es kleine Alligatoren gibt, da gibt es sicherlich auch die 5 Meter langen Ungetüme. Glücklicherweise hatte ich mit zuvor das GPS Gerät eines Kollegen ausgeliehen, da die Spannung dort ansonsten ins Unermessliche gestiegen wäre. Wie ich anhand der GPS Daten erkennen konnte, befanden wir uns inmitten eines Gitternetzartigen Straßengeflechts, das zu 99 % in Sackgassen endete. Lediglich zwei Ausfahrten gab es aus dem Gebiet in dem wir uns befanden und die waren nur in einem Zick - Zack - Kurs zu erreichen. Nach knapp einer Stunde Fahrt durch die Wildnis bei der einem besser kein Reifen platzt und man besser auch keinen Motorschaden hat, erreichten wir endlich wieder die Zivilisation.

Hut ab vor Marita, die offensichtlich einen riesigen Abenteuergeist hat und sich zu keiner Zeit beunruhigen ließ. Ganz im Gegenteil, dieses kleine Abenteuer schien ihr sogar richtig Freude bereitet zu haben.

 

 

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Clearwater Beach

Obwohl es auf unserer Route noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit gegeben hätte, entschieden wir uns bis nach Tampa weiter zu fahren. Tampa ist hierbei nicht ganz richtig, denn übernachtet haben wir in Strandnähe in Clearwater Beach. Der dortige breite und sehr feine weiße Sandstrand ist aus meiner Sicht das Richtige für Familienurlaube. Das Wasser ist kristallklar und der Strand fällt sehr flach in das Wasser ab, so dass auch Kinder weit in das Wasser gehen können, ohne sich in Gefahr zu begeben. Darüber hinaus bietet Clearwater Beach alles was das Urlauberherz begehrt. Nette Kneipen in Strandnähe, Souvenirshops, Bootsverleih, Jetskiverleih, Bootsausflüge zu Delphinbeobachtungen, Schnorchel - und Tauchtouren, etc.

 

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Busch Gardens

Der nächste Tag stand wieder im Zeichen der Freizeitparks. Dieses Mal sollten es die Busch Gardens in Tampa sein, ein Feizeitpark, der sich deutlich von den bisherigen Freizeitparks abheben sollte. Hier stehen Tiere definitiv im Vordergrund und man könnte die Busch Gardens gut als Zoo mit Fahrgeschäften bezeichnen, die in sich aber in Quantität und Qualität  nicht hinter den Parks in Orlando verstecken müssen. Auch hier gibt es einzigartige und wilde Fahrgeschäfte, wie z.B. eine riesige Holzachterbahn oder „Sheikra", bei der man fast senkrecht und kopfüber in die Tiefe stürzt. Auch die Anlagen für die Tiere sind unglaublich großzügig und auf die individuellen Bedürfnisse der Tiere zugeschnitten. In riesigen Freiflächen leben unterschiedliche Tierarten friedlich nebeneinander. Hier kann man sogar eine Safari mit einem Jeep unternehmen und Giraffen füttern und dabei hautnah erleben. Eine weitere Safari führt an anderen frei lebenden Tieren, wie etwa Nashörnern vorbei, die durch keinerlei Gräben oder sonstigen Schutzmechanismen von den Besuchern getrennt sind. Busch Gardens verbindet damit auf beeindruckende Weise Nervenkitzel von wilden Fahrgeschäften mit schönen Tiererlebnissen.

 

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Tarpon Springs

Der Folgetag führte uns auf dem Weg zurück nach Orlando noch nach Tarpon Springs, einem Ort, der durch griechische Schwammtaucher geprägt wurde. Hier im ursprünglich Ortskern fühlt man sich schnell wie in Griechenland selbst. Es gibt eine Menge griechischer Lokale in denen man authentische griechische Küche genießen kann. In den kleinen Gassen und Hinterhöfen hört man Griechisch an jeder Ecke. Es gibt viele Souvenirläden, die oft die traditionelle Schwammtaucherrei zum Thema haben. Auch von hier starten viele Ausflugsfahrten mit Booten, bei denen man auch heute noch Schwammtauchern bei ihrer Arbeit zusehen kann, wenngleich die kommerzielle Schwammtaucherei kaum mehr von Bedeutung ist. Diese Bootstouren dienen insofern rein als Touristenattraktion.

 

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Disney World - Animal Kingdom

Für Marita rückte der Tag des Abschieds nach 14 Tagen Florida näher und so kehrten wir nach Orlando zurück, wo sie ihre letzte Nacht vor ihrer Abreise verbringen sollte. Ich selbst hatte jedoch noch eine Woche Urlaub, wollte diese aber nach den vielen Eindrücken eher ruhiger angehen lassen. Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen, mir auch die letzten beiden Disneyparks „Animal Kingdom" und die „Disney MGM Studios" anzusehen. Animal Kingdom ist ähnlich wie Busch Gardens eine Mixtur aus Fahrgeschäften  und Zoolandschaft. Auch hier leben die Tiere in großzügigen Areals. Eine Safari in einem Jeep führt einen so weit in das Innere des Parks, dass man den Trubel der Fahrgeschäfte und der vielen Besucher nicht mehr mitbekommt und schnell fühlt man sich in die afrikanische Savanne versetzt.

Obwohl der Park insgesamt wunderschön angelegt ist und auch das ein oder andere Fahrgeschäft bietet, war ich im Vergleich zu Busch Gardens dann doch ein wenig enttäuscht obwohl die beiden Parks nicht unbedingt vergleichbar sind. Durch die „Vorsaison" war ich mit diesem Park in einem halben Tag fertig, was mich zum einen erstaunt hat, weil ich ihn für größer eingeschätzt hatte, mir aber zum anderen die Möglichkeit eröffnete, mit meinem Park - Hopper Ticket auch noch die MGM Studios zu sehen.

 

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Disney World - MGM Studios

Die MGM Studios sind wieder mehr mit den Universal Studios vergleichbar, da auch hier Film und Fernsehen das Hauptthema sind. Hauptattraktionen hier waren für mich die Background Tour, bei der man einige Filmspezialeffekte erleben und einige Filmrequisiten aus bekannten Disney Produktionen, wie z.B. „Pirates of the Caribbean" mit Johnny Depp sehen konnte. Natürlich auch der Tower of Terror, ein Freifallturm, der für so manche Überraschung gut ist. Anders als bei den plumpen Türmen in vielen Freizeitparks, wird hier eine Geschichte erzählt und man wird in ein Hotel entführt, in dem eine Familie verunglückt sein soll und nun als Gespenster ihr Unwesen treiben.

Irre war auch die gebotene Stuntshow. Hier wurden Stunts aus einem bekannten Film vorgeführt, mit Fahrzeugen und vielen Spezialeffekten. Die Professionalität und Präzision war beeindruckend und man konnte schnell glauben, live in einem aufregenden Abenteuer mit Verfolgungsjagden und Schiessereien zu stecken.

 

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Clearwater Beach

Nach all den Parks und den Aufregungen wollte ich die letzten Tage meines Urlaubs wirklich in Ruhe genießen und fuhr noch einmal nach Clearwater Beach. Neben den bereits erwähnten Dingen, entdeckte ich dort eine weitere Besonderheit und zwar den  „Pier 60" an dem sich am Abend Straßenkünstler  unterschiedlicher Facon treffen und das Publikum dort unterhalten. Da gibt es Glasbläser, Musiker, Feuerschlucker, Maler, Fotografen und vieles mehr. Hier, in der Nähe  des  „Pier 60"  begegnete mir in Strandnähe auch ein frei lebender Delphin, der sich von meiner Anwesenheit weniger beeindruckt zeigte wie ich mich von seiner. Es schien fast, dass er genauso neugierig und interessiert an mir war, wie ich an ihm.

 

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St. Augustine

Bevor es auch für mich langsam hieß Abschied aus Florida zu nehmen und nach New Mexico zurück zu kehren, rang ich mit mir noch einen weiteren Ausflug zu unternehmen. Ich war schon kurz davor es sein zu lassen, da ich mich von den gemachten Eindrücken bereits satt gefühlt hatte und hätte mir damit fast selbst ein weiteres Highlight meiner Reise vorenthalten.

Mein letzter Ausflug führte mich nach St. Augustine.

Angeblich findet man hier in St. Augustine die ältesten Gassen der USA vor, da kein Ort auf eine ähnlich lange Siedlungsgeschichte zurück blickt. Fest steht jedenfalls, dass die engen Gassen der heimeligen Altstadt eine altertümliche Atmosphäre erzeugen, da die Altstadt kaum von moderner Architektur durchsetzt ist. Würden hier alle Einwohner und Gäste traditionelle Kleidung tragen, könnte man sich schnell wie auf einer Zeitreise fühlen. Im Gegensatz zu den heute verbreiteten Stadtbildern moderner Städte in den USA strahlt St. Augustine eine unglaubliche Gemütlichkeit aus.

 

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Castillo de San Marcos bei St. Augustine

Man könnte stundenlang durch die engen und zum Teil verwinkelten Gassen schlendern oder sich in den vielen kleinen Läden dort aufhalten.

Das Castillo de San Marcos, in dem „Soldaten" in traditionellen Gewändern die Geschichte dieser alten Festung näher bringen und in der zu mancher Stunde sogar eine alte Kanone mit lautem Knall abgefeuert wird, ist freilich ebenfalls eine Sehenswürdigkeit par exelance, jedenfalls für Liebhaber von Burgen und Festungen, wie ich es einer bin.

Letztendlich war es nun auch für mich Zeit einen Schlussstrich unter dieses Kapitel meiner Reisehistorie zu ziehen und kehrte nach dreiwöchigem Aufenthalt in der Schwüle Floridas in die trockene Hitze New Mexicos zurück. Ein weiteres Highlight meines USA Aufenthaltes ging damit zu Ende, aber die Pläne für die nächste Tour stehen schon.

Mehr Bilder zu dieser Reise gibt es in der Bildergalerie.

Ende