24.04.2008

News aus New Mexico

Platzhalterbild

"Neues" auf der Homepage. Die Bilder stammen zwar schon vom Herbst 2007, aber da ich mit der Pflege der Homepage etwas schludrig geworden bin habe ich sie erst jetzt eingestellt.In der Bildergalerie gibt es Bilder von einer Wanderung durch den "Dog-Canyon" bei Alamogordo.

Es wäre klasse, wenn ihr euch in das Gästebuch (Guestbook) eintragen könnt. Für Kritik und Anregungen bin ich immer offen !!! Beachtet dabei, dass ihr vor dem Absenden des Gästebucheintrages den Code eingeben müsst, der euch auf der Gästebuchseite gezeigt wird (Gross - und Kleinschreibung beachten - gebe zu, ist manchmal schwer zu erkennen).

 

 

 

Tour durch die USA und Kanada 2006

 
Gebäude in Santa Fe

Tour durch die USA und Kanada 2006

Die Schönheiten der USA und Kanada zu entdecken mag auch alleine Spaß machen, aber wie sagt man so schön, geteilte Freude ist doppelte Freude. Insofern war es ein glücklicher Umstand, dass ich von meiner langjährigen sehr guten Freundin und Ex-Studienkollegin Claudia auf dieser Fahrt begleitet wurde, die von unserer Reise ebenso begeistert war wie ich.

Am Freitag den 09.09.06 brachen wir nach der Arbeit Richtung Santa Fe auf, wo wir die erste Nacht verbracht haben. Santa Fe besticht durch archetektonische Schönheit aufgrund der vielen Adobe –Bauten (ein besonderer Baustil, der stark an Mexiko erinnert) und durch das Kunstgewerbe dort. Santa Fe, Taos und das Taos Pueblo der dort ansässigen Navajo – Indianer war somit unser Einstieg in eine Reise mit unglaublich vielen Eindrücken, die zu verarbeiten kaum möglich sind.

    
Mesa Verde Nationalpark

Von Taos führte uns unsere Reise nach Durango und dem Mesa Verde National Park. In den dort zu besichtigenden Cliff Dwellings lebten früher Anassasi – Indianer in Steinhäusern, die direkt unter Felsvorsprüngen gebaut waren und somit zusätzlichen Schutz vor Witterung aber auch Feinden bot.

 
Monument Valley

Monument Valley

Nach dem Mesa Verde NP ging es weiter in das Monument Valley, das durch viele Westernfilme u.a. mit John Wayne bekannt wurde. Ich hatte das Glück am späten Nachmittag dort anzukommen, was die überwältigenden Gesteinsformationen in ein sagenhaftes Licht tauchen ließ.

Bis dahin war das alles nicht Neues für mich, da ich diese Punkte bereits bei meiner Reise vor 2 Jahren abgeklopft hatte. Vom Monument Valley aus ging es nach Moab, einem Ort, in dem ich vor 2 Jahren keine Unterkunft erhalten konnte und deshalb einen Programmpunkt auslassen musste. Ich dachte schon an wiederkehrende Ereignisse, denn auch diesmal war es nicht leicht ein Zimmer zu bekommen. Dennoch ist es uns gelungen, was uns die Möglichkeit beschert hat den Arches NP zu besuchen.

Delicate Arch

Delicate Arch / Arches Nationalpark

Schon als wir die ersten Meilen in diesem Park mit dem Auto zurückgelegt hatten, wurde mir bewusst, welche grandiose Naturschönheiten mir zwei Jahre zuvor vorenthalten wurden. Ich persönlich zähle diesen Park zu den Schönsten, die ich in den USA besucht habe und das waren schon einige. Nachdem wir uns auch noch zu Fuß auf den Weg gemacht haben, die Juwelen zu entdecken, die mit dem Auto nicht zu erreichen sind, hat mich dieser Park vollends in seinen Bann gezogen. Bilder, können diese Schönheit nicht annähernd widerspiegeln.

 

Mormonen - Tempel

Mormonentempel in Salt Lake City

Von dort aus ging es nach Salt Lake City einer ehemaligen Olympiastadt und zum großen Salzsee. Dieser See hat nach dem toten Meer den zweitgrößten Salzgehalt. Darüber hinaus ist Salt Lake City auch das Zentrum der Mormonen. Sehenswert ist ihr beeindruckender Tempel in Mitten der Stadt. Wer sich ein wenigintensiver mit dem Glauben der Mormonen auseinandersetzt wird schnell feststellen, dass die Brüder und Schwestern ganz eigenwillige Vorstellungen haben. Da die Hauptkirche nun auch die Vielweiberei untersagt hat, haben sich einige Splittergruppen gebildet, die an diesem „Privileg“ unbedingt festhalten wollten.

 

Platzhalterbild

Grand Teton Nationalpark

Von Salt Lake City aus führte uns die Reise in den Grand Teton NP, einem NP mit klaren Seen, schroffen Berggipfeln und satten Wäldern. Auf dem Weg durch den NP kreuzten uns frei lebende Büffelherden und ließen bisweilen den Verkehr zum Erliegen bringen. Ein weiteres Highlight war der Yellowstone NP der durch heiße Quellen und Geisiere überzogen ist. Überall steigt Dampf und schwefeliger Geruch aus  dem Boden. Selbst in dichten Wäldern hat man immer wieder Dampfschwaden aufsteigen sehen, die darauf schließen ließen, dass auch dort noch heiße Quellen zu finden sind. Das beeindruckenste Erlebnis war jedoch sicherlich, dass wir in diesem NP einen frei lebenden Schwarzbären zu Gesicht bekommen haben. Etwas schockiert hat mich jedoch der Umgang der Touris mit dieser Situation, die diesem Spektakel neben uns ebenfalls beiwohnen konnten.

 
Yellowstone Nationalpark

Yellowstone Nationalpark

Etwas schockiert hat mich jedoch der Umgang der Touris mit dieser Situation, die diesem Spektakel neben uns ebenfalls beiwohnen konnten. Immerhin hat es sich um ein Wildtier gehandelt, das mitunter gefährlich werden kann. Mich hat gewundert, dass sich nicht einige ein Schild mit der Aufschrift „Nimm mich zum Abendbrot bitte, bitte“ um den Hals gehängt haben. Bären ernähren sich zwar in erster Linie pflanzlich, sind aber einem guten Stück Fleisch auch nicht abgeneigt. Wahrscheinlich hat die schlechte Ernährung der Amerikaner und das Wissen des Bäres um diesen Umstand schlimmeres vermieden. Offensichtlich waren ihm ein paar Beeren und Käfer lieber als ein Stück amerikanisches Chemiefleisch. Erst als ein Parkranger hinzu kam nahmen die Leute wieder Vernunft an und haben sich dem Tier nicht noch weiter genähert. Und dennoch wird diese Begegnung mit einem Bären in freier Natur ein besonderes Erlebnis bleiben.

  

Glacier Nationalpark

Glacier Nationalpark

Vom Yellowstone NP ging es dann in den Glacier NP wo uns das Wetter nur partiell die Chance gab diesen atemberaubenden NP genauer zu inspizieren. Wir sind bei 36 Grad Celsius in New Mexico losgefahren, also bei Hochsommer, sind dann in die herbstlichen Wälder des Nordens gekommen, um nun auf dem Glacier NP bei -2 Grad eine Schneeballschlacht machen zu können. Man kann getrost sagen, dass wir alle 4 Jahreszeiten bereist haben, denn nach diesem Stelldichein hatten wir auch frühlingshafte Temperaturen und Blumenmeere, wie man sie nur im Frühjahr kennt.

 
Calgary

Calgary

Von dort aus haben wir den Sprung über die Grenze nach Kanada gewagt und sind nach Calgary, einer weiteren Olympiastadt gefahren. Die Fahrt dorthin war begleitet von karger Natur und schlechtem Wetter, so dass wir schon fast ein wenig enttäuscht waren. Der Turm in Calgary mit seinem Glasboden und der dadurch ermöglichte Blick auf die unter den Füssen liegende Straße, wo der eigene Körper nach einem Sturz zermatscht liegen könnte, hat aber für vieles entschädigt. Ein paar Höhenängstliche haben sich beim Betreten der Glasplattform noch an Säulen festgeklammert. Vielleicht hätte ihnen jemand sagen sollen, dass das auch nichts nutzt, wenn das Stück Glasboden heraus bricht, auf dem sie gerade stehen.

 

Platzhalterbild

Eisenbahn in den kanadischen Rocky Mountains

Von Calgary aus führte uns die Tour am nächsten Tag nach Vancouver und die Fahrt dorthin war unbeschreiblich. Die Natur in den kanadischen Rocky – Mountains ist mit nichts zu vergleichen. Schneebedeckte Gipfel, saftige Wälder, glasklare Seen und Flüsse. Ich habe noch nie in meinem Leben so klares Wasser gesehen wie in Kanada. Auch hier waren wir uns einig. Bilder können das nicht wiedergeben. Wer jemals die Chance hat nach Kanada zu reisen, sollte das tun. Es ist ein wahrer Traum. Wir waren an diesem Tag 12 Stunden im Auto unterwegs und wir hätten alle 5 Minuten anhalten können, um ein weiteres Naturhighlight zu fotografieren. Nicht für einen Moment wurde es uns auf dieser Fahrt langweilig.

 

Platzhalterbild

längste Fussgängerhängebrücke der Welt

In Vancouver hat uns die längste Fußgänger - Hängebrücke der Welt (zumindest wird das in einigen Reiseführern behauptet), Chinatown, das Harbour Center und Granville Island überzeugt. Details zu beschreiben würde hier den Rahmen sprengen. Es werden noch Bilder in der Bildergalerie eingestellt. Macht euch dort einfach selbst ein Bild. Von Vancouver ging es wieder zurück in die USA. In Seattle haben wir uns die Space Needle vorgenommen, um einen Überblick über die Stadt zu gewinnen. Da wir noch einiges vorhatten, konnten wir leider nicht länger bleiben, um uns auch das Treiben der Stadt näher zu Gemüte zu führen.

Platzhalterbild

Mt. St. Helens mit abgesprengter Kuppe

Auf dem Weg nach San Francisco haben wir einen kurzen Abstecher zum Mt. St. Helens gemacht, einem aktiven Vulkan der im Jahr 1980 ausgebrochen war und 56 Menschen das Leben kostete. Dabei wurde nahezu die gesamte Kuppe des Berges abgesprengt, so dass heute ein riesiges Loch auf der Nordseite klafft. Mt. St. Helens ist bislang ca. alle 100 Jahre ausgebrochen. Wer sich also schön gesund ernährt und sich fit hält, kann im Jahr 2080 vielleicht live dabei sein. Ich bin zwar überzeugt, dass dann niemand mehr von euch so schnell ist, auch rechtzeitig zu fliehen, aber das spielt in diesem Alter dann wohl auch keine Rolle mehr. Außerdem seid ihr dann lange genug dem Staat auf der Rentenkasse gelegen, sofern es dann überhaupt noch Rente gibt.

 

Platzhalterbild

San Francisco - Golden Gate Bridge

San Francisco, unser nächstes Etappenziel war natürlich wieder ein Erlebnis für sich. Wenn man aus der Hügellandschaft des Nordens kommt und dann die Golden Gate Bridge plötzlich in ihrer herrlichen Pracht vor sich auftauchen sieht, über die man dann auch noch fahren muss, ist man immer wieder aufs Neue begeistert. Zum zweiten Mal habe ich über dieses Bauwerk wie ein kleiner Bub gestaunt und mich an der Konstruktion erfreut. Das Wetter war wie bei meinem ersten Besuch bombig, so dass sie völlig frei, ohne dem üblichen Nebel in ihrer ganzen Schönheit glänzte.
Ein Besuch von Chinatown, Pier 39 und Fisherman’s Wharf, sowie der Genuss einer frischen King – Crab waren natürlich Pflichtteil des Besuchprogramms. Dieses Mal habe ich es mir nicht nehmen lassen den Verkehr der Stadt intensiver auf mich wirken zu lassen und die Lombard – Street beim Russian Hill (dort wo viele Autoverfolgungsjagden gedreht wurden einmal selbst abzufahren.

 

Platzhalterbild

Yosemite Nationalpark Californien

Die nächste Etappe war dann der Yosemite NP, der quasi auf dem Weg nach Las Vegas (meinem Wohnzimmer) lag. Die Schönheit dieses Park lässt sich schlecht in Worte fassen und auch Bilder sind nicht unbedingt dazu in der Lage die Eindrücke wiederzugeben. Über das Tal des Todes (Death Valley) ging es dann hinein in mein Wohnzimmer. Dort habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und zwei Nächte im 5-Sterne Hotel „Venetian“ verbracht. Die Dinge die der Öffentlichkeit zugänglich sind, beeindrucken schon sehr, aber was das Hotel für seine Übernachtungsgäste zusätzlich zu bieten hat ist beispiellos.

 

Platzhalterbild

Las Veags

Diese Show ist einfach sagenhaft. Etwas völlig anderes als was ich bislang sehen und erleben durfte. Musik, Komik und Spezialeffekte werden hier gepaart mit Interaktion mit dem gesamten Publikum, was schnell zu einer unbeschreiblichen Atmosphäre im Saal führt. Man wird selbst immer wieder Bestandteil der Show und der Spaßfaktor ist damit riesig. Ich weiß, dass die Blue-Man Group auch in Berlin auftritt. Wer die Chance hat, sich dieses Spektakel anzusehen, sollte sie unbedingt ergreifen, auch wenn ich natürlich nicht weiß, ob die Show mit dieser hier in Vegas identisch ist. Claudia und ich sind aus dieser Show und waren noch Stunden später von ihr begeistert. Claudia ist von hier aus abgereist und ich habe dann so etwas wie Hotelhopping gemacht. Eine Nacht im Harrahs (na ja, muss man nicht haben) und anschliessend im Treasure Island, weil ich mir einmal als VIP-Gast die Show (Sirens of TI) ganz nah anschauen wollte. Wer die Show kennt, weiß warum. Mehr verrate ich nicht.

Eigentlich wollte ich von hier aus noch über Phoenix nach Tucson und dann zuück, aber nachdem ich mal wieder mit all den Eindrücken überreizt war, bin ich von Las Vegas aus direkt nach La Luz, zu mir nach Hause.

Ich weiss, dass dies nur ein kleiner Bericht für eine grosse Tour von 9500 km in 14 Tagen war, aber man muss die Dinge einfach selbst erleben. Ein Reisebericht und ein paar Fotos kann nicht annähernd die Eindrücke wiedergeben. Ich bin ein absoluter Vertreter, dass jeder selbst seine eigenen Erfahrungen sammeln muss und nicht auf den Spuren anderer wandert, aber ich stehe gerne für den ein oder anderen Rat zur Verfügung, sollte es doch einmal jemanden hier her verschlagen.



 

 

Ende